Mein täglicher Wahnsinn
5.38 Uhr: Mein Radiowecker tüdelt schon 8 Minuten vor sich hin.
Endlich registriere ich, dass schon wieder Morgen ist. Bäääh, aufstehen.
Ich hasse aufstehen. Ich liebe schlafen. Also wird
das iPhone geschüttelt und wieder rumgedreht.
5.45 Uhr: "...there's something in the water..." Lalala. Mmh,
schönes Lied zum aufwachen, denk ich mir. Und wie ich es so denke,
fallen meine Augen wieder zu.
6.00 Uhr: RING RING RING, der Wecker klingelt. Boah, welch nerviger
Ton. Jetzt muss ich aber wirklich raus aus meinem Bett. Mit halb
geöffneten Augen schlürfe ich wie betrunken ins Bad. Duschen,
dabei wach werden, Zähne putzen, Gesicht eincremen, komische
Rötungen auf meinen Wangen und um die Nase feststellen müssen, ein
komisches Gesicht ziehen und wieder im Schlafzimmer verschwinden.
Um dort hin zu kommen, muss ich durch meinen langen Flur, an dessen
Wand meine Pumps fein geordnet stehen. Ein Strahlen macht sich auf
meinem Gesicht breit.
ca. 6.30 Uhr: Ein riesengroßer Kleiderschrank voll mit nichts zum
anziehen. Wer kennt das nicht!? Letztendlich fällt die Wahl wieder auf
ein schickes Outfit mit verspielten Details oder ich
gehe, laut Mutti, einfach niedlich (genau das will man mit 22 hören). Direkt neben meinem
Kleiderschrank: mein Prinzessinen-Schminktisch mit Troddeln am Hocker
:-) Mein ganzer Stolz! Knips, das Schminklicht ist an und die erste
Schublade geht auf: Concealer und Foundation. Bronzer drauf und
abpudern nicht vergessen und ran gehts an die Augenbrauen. Kurz die
Pinzette angesetzt, gerade kämmen, "ausmalen" und mit Gel
fixieren. Nun das wichtigste: die Augen. Meine Lidschattensammlung
nimmt den meisten Platz ein. Vorallem Brauntöne haben es mir angetan.
Irgendwie entscheide ich mich immer für braun. Jeden
Morgen, jeden Abend. Mir gefällts, also was soll's. Dann die
Mascara. Es gibt nur eine Stelle an dem Körper einer Frau, von der man
nie genug haben kann - Wimpern! Zum Abschluss noch ein bisschen
Rouge und Lippenstift, ein prüfender Blick und knips geht das
Schminklicht wieder aus. Ein bisschen Schmuck hier und da, einen
Spritzer Parfum, Schuhe an, Kittel an und nochmal ab vor den
Spiegel. Alles iO, so kann ich gehen. Viertel 8 verlasse ich mit der
Tasche im Körbchen meine Wohnung und ab ins Auto.
8.00 Uhr: Arbeitsbeginn. Nun gibt es 2 Varianten: entweder bin ich
Mittagskind und habe um 1 Feierabend oder ich muss bis halb 7 arbeiten.
An meinen kurzen Tagen überlege ich, wo ich am
Nachmittag hinfahre - ein riesiges Einkaufscenter und die Innenstadt
stehen mir zur Verfügung um meinen Drang Geld auszugeben nachzugehen.
Oder auch dieses wundervolle schwedische Möbelhaus ganz
in meiner Nähe. Und wenn ich den ganzen Tag über auf Arbeit bin,
dann hab ich halt mal fix was außerhalb zu tun und flüchte in die
nächstgelegene Drogerie. Ein ganz normaler Morgen...
Das alles führt dazu, dass ich offen und ehrlich sagen kann:
Mein Name ist Sarah und ich bin süchtig :)
Süchtig nach Kosmetik. Süchtig nach Klamotten. Süchtig nach Accessoires.
Aber auch süchtig nach meinem Schnuckipups und so vielen
nichtmateriellen Dingen, ohne die mein Leben einfach nichts wert wäre.
Einfach süchtig nach all den Sachen, die mein Leben schöner machen.
Somit sind meine Absichten hier klar, oder Mädels? Viel Spaß euch!
Liebst, Sarah.
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